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BERUFSINFORMATION |
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Der Lotse - Sicherheitsberater an Bord
Die "Revierfahrt"- das Manövrieren auf den Seeschifffahrtsstraßen und in den Häfen - stellt besondere Anforderungen an die nautische Schiffsführung. Handelsschiffe mit immer größeren Abmessungen sind bei oftmals dichtem Verkehrsaufkommen in engen Fahrwassern sicher zu navigieren.
Der Lotse ist der kompetente Partner des Kapitäns bei der Bewältigung dieser verantwortungsvollen Aufgabe, die langjährige Erfahrung sowie spezifische Kenntnisse des jeweiligen Schiffes und des Revieres erfordert.
Die Lotsen müssen sich innerhalb kürzester Zeit auf Fahr- und Manövriereigenschaften eines fremden Schiffes einstellen sowie Wetterlage, Strömung und Gezeiten berücksichtigen, bevor sie Anweisungen zur Fahrt und zum Kurs des Schiffes erteilen.
Der Lotse ist eine attraktive Berufsperspektive im seefahrtsnahen Sekundärbereich, das heißt, wer den Beruf des Lotsen als Ziel verfolgt, muss zunächst die Ausbildung zum Kapitän in der weltweiten Fahrt ohne Einschränkungen in den nautischen Befugnissen durchlaufen.
Nach einer Fahrenszeit von zwei Jahren mit dem Kapitänspatent ohne Einschränkungen kann sich der junge Kollege bei einer der zuständigen Aufsichtsbehörden für das See- bzw. Hafenlotswesen bewerben.
Der Weg von insgesamt ca. zehn Jahren bis zur Bewerbung bei den Lotsen ist erforderlich, da der Lotse den Schiffsbetrieb und die Zusammenhänge in der Seeverkehrswirtschaft praktisch erfahren und in seiner beruflichen Tätigkeit verantwortlich umsetzen muss.
Der Lotse ist ein qualifizierter und spezialisierter Berater des Kapitäns während der Revierfahrt des Schiffes. Kapitän und Lotse bilden für einige Stunden ein Team. Dabei muss der Lotse mit Seeleuten aus aller Welt und unterschiedlichen Mentalitäten umgehen können. Er muss Vertrauen und Ruhe ausstrahlen sowie belastbar und entscheidungsfreudig sein (Nachweis der geistigen und körperlichen Eignung vor dem seeärztlichen Dienst). Grundlage der Kommunikation ist die englische Sprache, die von jedem Bewerber gut beherrscht werden muss.
Nach einer erfolgreichen Bewerbung zum Lotsen durchläuft der zukünftige Lotse eine 8-monatige Ausbildung für das jeweilige Lotsrevier.
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Information zum Erwerb des Patentes
Die Ausbildung zum Kapitän in der weltweiten Fahrt ohne Einschränkungen gemäß STCW 95 erfolgt in Deutschland an einer nautischer Ausbildungsstätte.
Vor dem Besuch einer Fach- oder Fachhochschule muss die Berufsausbildung zum Schiffsmechaniker oder Offiziersassistenten absolviert werden oder der interessiert Schulabgänger steigt über den Weg des Hochschulpraktikums ein.
Vor Erwerb eines nautischen oder technischen Befähigungszeugnisses muss der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung zum Feuerschutz- und Rettungsbootmann nachgewiesen werden. Die Schiffsmechaniker-Ausbildung schließt diesen bereits ein.
Jeder junge Berufseinsteiger sollte bei der Wahl zwischen einer Fach- bzw. Fachhochschulausbildung daran denken, dass ihm das erfolgreich absolvierte Fachhochschulstudium beim Schritt in den seefahrtsnahen Sekundärbereich die besseren Berrufschancen eröffnet.
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Zuständige Aufsichtsbehörden:
Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest Außenstelle für das Seelotswesen Am Radarturm 3 27568 Bremerhaven email: Seelotswesen@BHV.WSDNW.de
für die Seelotsreviere Ems, Weser I und Weser II/Jade
Wasser -und Schifffahrtsdirektion Nord Außenstelle für das Seelotswesen An der See 14 18119 Rostock
für das Seelotsrevier Wismar/Rostock/Stralsund
Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord Hindenburgufer 247 24106 Kiel email: wsd-nord@wsv.bunde.de
für die Seelotsreviere Nord-Ostsee-Kanal I, Nord-Ostsee-Kanal II/Kieler Förde/Trave, Flensburger Förde und Elbe
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